"Gedichte einer Landschaft" Gebunden, 112 Seiten Hanne Walterskirchen verbrachte ihre Kindheit im nördlichen Weinviertel. Seit ihrer Heirat lebt sie im Raum von Ybbs/Donau. Sie arbeitet im Familienberatungszentrum der Diözese St. Pölten als Psychotherapeutin. Bisherige Veröffentlichungen: Neben fachjournalistischen Arbeiten Verfasserin eine Kolummne zum Thema "Leben" in einer Wochenzeitschrift. "Zur Liebe finden", St. Pölten, 1990 Holunderwind Sommersonne heiß und trocken. Am Horizont kein Laut. Häuserzeile mit Gärten. Ein windschiefer Zaun. Das Ächzen des Tores, dahinter ein Mensch, vielleicht schon im Tode. Holunderwind plötzlich, ein Vogel erhebt sich und singt. Die Gedichte einer Landschaft, die mir eine Bekannte geschenkt hat, sind wunderbar, geheimnisvoll funkelnd, assoziativ, subtil und raffiniert geschrieben. Viele sind in Ich-Form abgefasst: Meist sind es Beobachtungen der Natur und der eigenen Befindlichkeit, in sanfte oder aufwühlende Bilder gegossen, die durch die Brille der Autorin im Leser lebendig werden.
Metaphern-reich und farbenprächtig ist diese Lyrik.
Walterskichens Wortschöpfungen sind überraschend und aufschlussreich:
Holunderwind, Nachtmeer, Windatem, Alltagehaus, Himmelsburg, Taukinder,
Mittagsbogen, Winterschuppen, Zeitlosraum, Zartgrüngeduft u. v. m.
Das ewige Durchdrungen-sein unseres Lebens von der allgegenwärtigen und
mächtigen Natur ist in einer faszinierenden Bildersprache ausgedrückt.
Poesie vom Feinsten!
G. Tuppinger
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